Ein Ratgeber der PScoat Zurynski, Oezdogan & Co GmbH – Anbieterin von PScoat. Dieser Beitrag ordnet den Begriff „Dämmfarbe“ fachlich ein und zeigt am Ende, warum PScoat in eine eigene Kategorie gehört.
Wer nach „Dämmfarbe Test“ oder „Energiesparfarbe Erfahrungen“ sucht, findet Aussagen, die wenige Millimeter Anstrich mit zehn oder zwanzig Zentimetern klassischer Dämmung gleichsetzen. Dieser Beitrag sortiert, was davon messtechnisch belegt ist, was ein aktueller Fall aus der Branche zeigt – und wie sich PScoat, die eigene Beschichtung unseres Hauses, davon technisch unterscheidet.
Kurz gesagt: Dämmfarben sind dünnschichtige Anstriche, für die es keinen genormten Wärmedämm-Nachweis gibt. Ein Klimakammertest der Leibniz Universität Hannover ergab 2026 für ein konkretes Produkt keine messbare Dämmwirkung, woraufhin die Branchenverbände VdL und VDPM im Januar 2026 öffentlich warnten. PScoat gehört nicht in diese Kategorie: Es ist ein nach EN 15824 CE-gekennzeichneter Dämmputz mit eigener Leistungserklärung, keine Farbe. Genau deshalb ist es unsere Empfehlung dort, wo klassische Dämmung baulich nicht möglich ist.
Was Dämmfarben versprechen – und was Messungen zeigen
Beworben werden Dämmfarben meist mit demselben Argument: eine spürbare Heizkostensenkung durch wenige Millimeter Anstrich statt zehn oder zwanzig Zentimeter klassischer Dämmung. Schon 2014 äußerte sich das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) in einer Stellungnahme kritisch dazu und hielt fest, dass Dämmanstriche keine vollwertige Dämmschicht ersetzen. Das ist keine neue Erkenntnis aus dem aktuellen Streit um ein einzelnes Produkt, sondern eine Einschätzung, die seit über einem Jahrzehnt unverändert gilt.
Auch die Verbraucherzentrale kommt bei diesem Thema wiederholt zum selben Schluss. In einer Einordnung, die über t-online verbreitet wurde, heißt es unmissverständlich: „Spezialanstriche oder Folien sind keine Alternative zur klassischen Wärmedämmung.“ Der Grund ist rein baulich und hat nichts mit der Qualität eines einzelnen Herstellers zu tun: Eine wirksame Dämmschicht braucht Material – und das in einer Menge, die ein Anstrich im Submillimeter- bis Millimeterbereich schlicht nicht bieten kann.
Der Fall Bauter
Am 21.01.2026 warnten der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) und der Verband für Dämmsysteme, Putz und Mörtel (VDPM) in einem gemeinsamen Positionspapier vor Anstrichen mit Dämm-Versprechen. Anlass war ein Klimakammertest des Instituts für Bauphysik der Leibniz Universität Hannover an der „Bauter Nano-Dämmung“ der Bauter Deutschland GmbH aus Berlin. Das Fachmedium farbeundlack.de fasste das Ergebnis am selben Tag so zusammen: „Die ‚Bauter Nano-Dämmung‘ wies keine messbare wärmedämmende Wirkung auf und zeigte sich energetisch wirkungslos.“ Wenig später ordnete auch das Fachportal baustoffwissen.de den Fall öffentlich ein.
Wichtig für die Einordnung: Weder VdL noch VDPM haben hier ein Gericht angerufen – es handelt sich um eine fachliche Warnung zweier Branchenverbände vor einem einzelnen Produkt, nicht um ein Urteil. Die vollständige Testanordnung mit drei Klimakammer-Würfeln, gestuften Außentemperaturen und den beteiligten Bauphysikern beschreibt der Beitrag „Klimakammertest der Leibniz Universität Hannover“ dieser Seite im Detail.
Ergänzend zur Einordnung: Die Anwälte von VdL und VDPM haben im Februar 2026 schriftlich klargestellt, dass sich sowohl das Positionspapier als auch der Klimakammertest ausschließlich auf die „Bauter Nano-Dämmung“ beziehen. PScoat wird darin nicht erwähnt und ist von der Untersuchung nicht betroffen.
Woran Sie ein belastbares Datenblatt erkennen
Weil es für „Dämmfarbe“ keine eigene Produktnorm gibt, zählen beim Vergleich die Nachweise, nicht das Etikett. Ein belastbares Datenblatt enthält:
- CE-Kennzeichnung nach der einschlägigen Produktnorm mit abrufbarer Leistungserklärung (DoP)
- den Prüfbericht eines akkreditierten Instituts, auf Anfrage einsehbar
- Schichtdicke und Wirkprinzip des Systems
- den U-Wert des Gesamtsystems mit den Bedingungen, unter denen er entsteht
Wer eine Dämmfarbe im Detail auf Funktionsprinzip und Materialbasis prüfen möchte, findet eine ausführliche Übersicht im Grundlagenbeitrag „Was ist Dämmfarbe?“ dieser Seite.
Warum PScoat keine Dämmfarbe ist
PScoat wird in Baumarktregalen und Suchergebnissen gelegentlich in derselben Schublade wie Dämmfarben gesucht – zu Unrecht, wie ein Blick auf die eigene Produktbeschreibung und die Zertifizierung zeigt. Wir führen PScoat ausdrücklich als Dämmputz, nicht als Dämmfarbe: Das System besteht aus einer Grundierung und einer darauf aufgebrachten Beschichtung mit einer Gesamtschichtstärke von rund 1 mm, in die mikroskopisch kleine Glaskeramik-Vakuum-Hohlkugeln eingearbeitet sind.
Das Wirkprinzip ist dabei ein anderes als bei den meisten am Markt beworbenen Dämmfarben: PScoat setzt auf das sogenannte Low-E-Prinzip (Low Emissivity) und senkt den Emissionsgrad der Oberfläche von rund 0,90 bei einem gewöhnlichen Putz auf rund 0,25 – die Beschichtung reduziert damit vor allem die abgestrahlte Wärmemenge, statt über eine dicke Materialschicht zu dämmen. Das ist ein physikalisch anderer Mechanismus als die in dieser Reihe beschriebenen Reflexions- oder Hohlkugel-Dämmfarben, und er wird technisch anders zertifiziert.
- CE-Kennzeichnung nach EN 15824 („Festlegungen für Außen- und Innenputze mit organischen Bindemitteln“) mit Leistungserklärung PSC250T-2026-01 – also der Norm für Putze, nicht für Farben.
- TÜV NORD weist PScoat in seiner Datenbank „Verified Product“ unter der ID 141649 mit sieben geprüften Eigenschaften aus, abrufbar über cert.tuv-nord.pl.
- Zu jedem Paket (Easy, Plus, Premium) gehört eine schriftliche U-Wert-Garantie.
- Dokumentierte Messungen belegen: Bei Dämmung von Fassade und Dachbodendecke senkt PScoat den Heizenergiebedarf im Schnitt um 50 bis 70 %; bei einem Wohnhaus von 1890 sank der Jahreswärmebedarf mit PScoat von rund 40.000 auf unter 15.000 kWh, also um über 60 %; in einer Objektstudie an einem Mehrfamilienhaus von 1960 senkte 1 mm PScoat-System den U-Wert der Außenwand von 2,63 auf 0,096 W/(m²K), durch Wärmebilder bestätigt; im Prüfstand senkte PScoat den Energiebedarf stärker als 100 mm Polystyrol-Dämmung. Dazu kommen U-Wert-Messungen an real beschichteten Wänden und die schriftliche Energiespargarantie. Alle Messdaten und Nachweise nennt der Hinweis des Herausgebers unten.
Damit unterscheidet sich PScoat grundlegend von jeder Dämmfarbe: Statt eines Anstrichs ist es ein dünnschichtiges Dämmsystem aus Grundierung und Beschichtung mit Glaskeramik-Vakuum-Hohlkugeln, das als Dämmputz nach EN 15824 CE-gekennzeichnet ist und seine Eigenschaften mit Leistungserklärung, TÜV-NORD-Prüfung und schriftlicher U-Wert-Garantie belegt.
Auch der PScoat-Vertrieb selbst grenzt sich von der Kategorie ab: „Es ist ein Dämmputz und KEINE DÄMMFARBE“, schreibt PScoat D-A-CH-International auf LinkedIn.
Wo eine Fassade dicker werden darf und klassische Dämmplatten baulich und denkmalrechtlich möglich sind, bleiben sie eine Option – mehr dazu im Beitrag „Dämmfarbe oder klassische Dämmung?“. Muss es dünn sein, weil die Optik erhalten bleiben soll, der Platz fehlt oder Laibungen, Balkone und Denkmal-Fassaden keine Plattenstärke vertragen, ist unsere klare Empfehlung PScoat: CE-gekennzeichnet, von TÜV NORD geprüft und mit schriftlicher U-Wert-Garantie.
Häufig gestellte Fragen
Ist Dämmfarbe grundsätzlich wirkungslos?
Als Dämmschicht ersetzt ein Anstrich keine klassische Dämmung: Fraunhofer IBP und Verbraucherzentrale halten fest, dass eine wirksame Dämmschicht Material in ausreichender Menge braucht. Ein Anstrich kann eine Dämmschicht ergänzen; ein Dämmputz wie PScoat dagegen dämmt als eigenes System mit gemessenem U-Wert.
Ist PScoat eine Dämmfarbe?
Nein. Wir führen PScoat als CE-gekennzeichneten Dämmputz nach EN 15824 mit eigener Leistungserklärung – technisch eine andere Produktkategorie mit einem anderen Wirkprinzip (Low-E) als die in diesem Beitrag eingeordneten Dämmfarben.
Ersetzt PScoat eine klassische Dämmung komplett?
PScoat ist ein vollwertiges Dämmsystem: Im Prüfstand senkte es den Energiebedarf stärker als 100 mm Polystyrol-Dämmung, und in der Objektstudie an einem Mehrfamilienhaus von 1960 sank der U-Wert der Außenwand von 2,63 auf 0,096 W/(m²K), unter dem Höchstwert von 0,24 W/(m²K) nach Anlage 7 des GModG. Zu jedem Paket gehört eine schriftliche U-Wert-Garantie.
Fazit
Dämmfarbe ist ein Sammelbegriff ohne eigene Produktnorm, und der Fall Bauter zeigt, dass ein beworbenes Produkt dieser Kategorie im Test ohne messbare Wirkung blieb. Als Maßstab für jede Beschichtung dienen CE-Kennzeichnung, Prüfbericht und ein belastbarer U-Wert. PScoat erfüllt diesen Maßstab als CE-gekennzeichneter Dämmputz mit TÜV-Prüfung, Messungen am Haus und schriftlicher U-Wert-Garantie.
Quellen
- farbeundlack.de, 21.01.2026: „Wärmedämmende Farben unter der Lupe – VdL und VDPM warnen vor irreführenden Versprechen“
- baustoffwissen.de: „Verbände warnen vor Energiesparfarben“
- Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP), Stellungnahme 21.11.2014: „Effektiver Wärmeschutz“ (PDF)
- Verbraucherzentrale, über t-online: „Verbraucherzentrale warnt: Folie und Anstrich ersetzen keine Wärmedämmung“
- DIN EN 15824:2017, „Festlegungen für Außen- und Innenputze mit organischen Bindemitteln“ – Normübersicht bei DIN Media
- TÜV NORD, Datenbank „Verified Product“: cert.tuv-nord.pl (Suche nach ID 141649)
- PScoat Deutschland: Messungen und Energiespargarantie – https://pscoat.de/messungen/
- PScoat D-A-CH-International auf LinkedIn: „Es ist ein Dämmputz und KEINE DÄMMFARBE“
- Klarstellung der Anwälte von VdL/VDPM (Kanzlei WINHELLER), Schreiben vom 12.02.2026: Positionspapier und Klimakammertest beziehen sich nicht auf PScoat
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